Erste Allgemeine Verunsicherung (Rock, Pop-Rock)

Bayreuth, Oberfrankenhalle - Sa. 16. Februar 2019

Erste Allgemeine Verunsicherung (Rock, Pop-Rock)

Mit über zehn Millionen verkauften Tonträgern und weit über 1000 Konzerten zählt die österreichische Erste Allgemeine Verunsicherung zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bands. 2019 soll nun nach über 40-jähriger Bandgeschichte Schluss sein - jedoch nicht, ohne sich gebührend zu verabschieden. Im Rahmen einer großen Abschiedstour bringt die Kultformation noch einmal ihre größten Hits auf die Bühne. Am 16. Februar 2019 ist sie in der Oberfrankenhalle Bayreuth ein letztes Mal live zu erleben.

1977 wurde die Band in der Steiermark gegründet, in jener Region Österreichs also, in der dem Ruf nach die Menschen die Querdenkerei und das Herz auf der Zunge seit jeher zu schätzen wissen. Nach ersten Erfolgen in der alternativen Clubszene gelang der Band um Sänger Klaus Eberhartinger und Gitarrist Thomas Spitzer ihr großer Durchbruch mit dem Album "Geld oder Leben" von 1985, gefolgt von "Liebe, Tod und Teufel" (1987) und "Neppomuk's Rache" (1991). Mit "Werwolf-Attacke" veröffentlichte die Band 2015 ihr letztes Album, das in ihrer Heimat erneut die Spitze der Charts erreichte.
Mit Hits wie "Küss die Hand, schöne Frau", "Ba-Ba-Banküberfall", "Samurai" oder "Ding Dong" zählte die EAV in den 80er und 90er-Jahren zu den erfolgreichsten Bands der deutschsprachigen Musikszene. Oft überhört wurden dabei die nachdenklichen und sozialkritischen Lieder wie "Burli", "s'Muaterl" oder "Eierkopf-Rudi", die sogar von Radiosendern boykottiert wurden und der Gruppe Anzeigen von führenden österreichischen Politikern einhandelten. Dabei sind es genau jene sozialkritischen Songs, die noch heute an die Herkunft der Band erinnern, die von den beiden Kunststudenten Nino Holm und Thomas Spitzer einst als anarchistisches linksliberales Musikrocktheater gegründet wurde. Dass die EAV in ihrer Heimat insgesamt mehr Platten als Michael Jackson, die Beatles oder Landsmann Wolfgang Amadeus Mozart verkauft hat, mag auf den ersten Blick wundern, bestätigt aber die kreativen Texte und noch kreativeren Ohrwürmer der EAV. Und tatsächlich ist ein Konzert mit der EAV eine überaus hintersinnige Nostalgie-Hitparade, denn wer kennt sie nicht, den "Atom-Burli" oder die schöne Frau, deren Hand man gerne küssen möchte. Unter dem Motto "Alles ist erlaubt - 1000 Jahre EAV" geht die Kultformation 2019 auf eine ausgedehnte Abschiedstour und präsentiert einen emotionalen und unterhaltsamen Rückblick auf ihre größten Erfolge. Eines scheint dabei sicher: Diese Band wird man vermissen.