Ausstellungen
"Doppelt stigmatisiert" Kultur- und Heimatpflege des Bezirk Oberfranken


Termin

Donnerstag, 23.07.2026


Weitere Termine

Freitag, 24.07.2026
Montag, 27.07.2026
Dienstag, 28.07.2026
Mittwoch, 29.07.2026
Donnerstag, 30.07.2026

Location

Staatsarchiv 
Herrngasse 11
96450 Coburg

09561 / 427070

Ausstellung und Vorträge zu „NS-Krankenmorden“ (bis 4.9), Mo. bis Do. 8 bis 16 Uhr, Fr. 8 bis 13.30 Uhr

Auf 21 Tafeln zeigt die Ausstellung Hintergründe und Informationen zu den schrecklichen Vorgängen ab 1939: Heil- und Pflegeanstalten im vereinigten Regierungsbezirk Ober- und Mittelfranken wurden aufgelöst, die Patienten auf die verbleibenden Einrichtungen in Kutzenberg, Erlangen und Ansbach verteilt. Von dort aus wurden im Rahmen der sogenannten T4-Aktion die Menschen busweise in Tötungsanstalten deportiert. Insgesamt wurden so zwischen September 1940 und Juni 1941 mehr als 400 Frauen und Männer aus Kutzenberg systematisch ermordet. Die meisten von ihnen wurden in Schloss Hartheim bei Linz zu Tode gebracht, wo mit einer Gedenktafel an ihr Schicksal erinnert wird. Proteste von Angehörigen und Kirchen stoppten im August 1941 das systematische Töten, doch viele Patienten starben weiterhin durch Mangelversorgung, zynisch „Hungerkost“ genannt. Im Mittelpunkt steht die Rolle der Heil- und Pflegeanstalten im Rahmen der „T4-Aktion“, insbesondere mit den Vorgängen in Kutzenberg. Dabei ist ein zweifacher Zugang zum Thema möglich – wie auch die jüdischen Patientinnen und Patienten doppelt stigmatisiert waren: Einerseits aus „medizinischer“ Sicht, da bei den Patienten eine psychische Erkrankung diagnostiziert war, die nach nationalsozialistischer Ideologie eine Gefahr für die Volksgesundheit darstellte. Mit freundlicher Genehmigung von Coburg Marketing


« Zurück Ausstellungen  »


Größere Karte anzeigen