Fotograf / Autor:
Coburg Marketing, Rainer Brabec
(bis 15.1.), Mo. bis Do. 8 bis 16 Uhr, Fr. 8 bis 13.30 Uhr (an Feiertagen geschlossen)
Die Bildung des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha im November 1826 war und ist 2026 der Anlass für verschiedene Ausstellungen zu diesem Jubiläum in Coburg und Gotha. Der Schwerpunkt der Ausstellung im Staatsarchiv Coburg liegt dabei nicht auf den Umständen dieser Erbeinigung und dem damit verbundenen Ländertausch, sondern auf der landständischen Tradition des Herzogtums. So etablierte sich im frühkonstitutionellen Kleinstaat Sachsen-Coburg (erste Verfassung von 1821) der Landtag als Forum für die Artikulation ständischer Interessen. Eine Repräsentation aller Staatsbürger im Sinne eines Parlamentes war hier noch nicht verwirklicht, aber die Grundlagen geschaffen. Parallel existierte im Herzogtum Sachsen-Gotha ein Landtag (bis 1849/52 auf altständischer Grundlage ohne Verfassung). Ein gemeinschaftlicher Landtag, der sich aus den Vertretern der Einzellandtage zusammensetzte und für übergreifende Fragestellungen zuständig war, wurde erst durch das neue Staatsgrundgesetz von 1852 geschaffen. Die bestehende Personalunion konnte trotz dieser Ansätze niemals in eine tatsächliche Realunion der beiden Herzogtümer überführt werden. Mit der Revolution von 1918 fielen beide Länder auseinander und bildeten erst jetzt jeweils ein echtes Landesparlament, denen aber durch den Anschluss an Bayern bzw. Thüringen eine nur sehr kurze Schaffenszeit beschieden war. Die Ausstellung über die Coburger Landstände und Landtage widmet sich den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen dem jeweiligen Herzog, den Landständen und der sonstigen Bevölkerung. Spätestens unter Herzog Ernst II. war 1844 ein nationalliberaler Fürst an die Spitze des Staates gelangt, dessen Grundpositionen häufig mit denen der Landstände einhergingen, die aber auch wie unter seinem Vater Ernst I. zu Konflikten führen konnten. Zuletzt bleibt die Frage, inwieweit die Landtage bzw. der gemeinschaftliche Landtag zu einem gemeinsamen Selbstverständnis in Sachsen-Coburg und Gotha beitrugen oder eher das Trennende betonten. Begleitende Vorträge zur Ausstellung: 30. Oktober 2026, 18.00 Uhr Dr. Alexander Wolz (Staatsarchiv Kitzingen):"... dass Sie soviel Arbeitskraft und Anstrengung an unsre nationale Sache verwenden wie keiner von uns..." Zum politischen Wirken von Feodor Streit (1820 - 1904) 13. November 2026, 18.00 Uhr Dr. Carl-Christian Dressel (Erfurt): Verfassung und Konflikte - Coburger Landtage, ihre Vorgeschichte und Auseinandersetzungen Öffentliche Führungen durch die Ausstellung Mittwochs, jeweils 18 Uhr, 28.10.2026, 25.11.2026 und 16.12.2026 Wir bitten um jeweilige Voranmeldung unter poststelle@staco.bayern.de bis 16.00 Uhr. Öffnungszeiten der Ausstellung Die Ausstellung im Staatsarchiv Coburg, Herrngasse 11, Coburg ist vom 20.10.2026 bis 15.01.2027 zu sehen. Vom 28.12.2026 bis einschließlich 5.01.2027 ist das Staatsarchiv geschlossen. Öffnungszeiten: Mo - Do: 8.00–16.00 Uhr, Fr: 8.00–13.30 Uhr (an Feiertagen geschlossen). Quelle: Coburg Marketing
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